Aktuelles Gemeindeportrait Rathaus Bürgerservice Wohnen & Wirtschaft Freizeit & Tourismus Bildung & Soziales
Einheitsgemeinde Gerstungen
Ortsteile: Gerstungen | Lauchröden | Oberellen | Unterellen | Neustädt | Sallmannshausen
Ortsteil SALLMANNSHAUSEN
Gemeindeportrait
Gemeindeportrait
  Lage  
  Statistik  
  Geschichte allgemein  
  Ortsgeschichte  
  Archiv  
  Chronik  
  Wappen  
  Partnergemeinden  
  Fotogalerie  
  Anfahrt  
  Ortsplan  
Chronik
Namensherkunft vermutlich von einem Salmann, der als Treuhänder des Lehensherrn an der Werrafurt saß und Gebühren und Zoll beim Übertritt der Hessisch-Thüringischen Grenze kassierte.
1228 Ersterwähnung in einer Urkunde des Klosters Haina (die bisherige Angabe 1263 ist überholt).
um 1500 Gotische Kapelle mit Flügelaltar
1525 Beteiligung am Bauernkrieg, Strafe des Landesherrn: 150 Gulden oder 20 Stück Vieh.
bis 1528 Filialgemeinde von Gerstungen, danach bis 1533 Filial von Neustädt.
ab 1533 Filial von Lauchröden (bis 1889)
um 1560 Erweiterung der Kirche (Langhaus mit Tonnengewölbe u. a.)
1618-1648 30jähriger Krieg, Beraubung und schreckliche Übergriffe marodierdender Truppenteile, Seuchen.
1624 Pest in Sallmannshausen
1635 Pest in Sallmannshausen (91 Opfer, die Hälfte der Einwohner)
1717 Größerer Kirchenumbau, Erhöhung des Langhauses, neuer Turm. Fertigstellung 31.10.1717, daher alle späteren Termine für die Kirmes in der ersten Novemberwoche
1756/57 Innenausbau: Orgel und bedeutende Malereien
1835 Kauf eines Schulhauses und Anlage eines neuen Friedhofs auf dem mitgekauften Gelände. 1875 wird das Gebäude abgerissen und eine neues größeres errichtet. Ab 1970 wird es als Mietshaus genutzt, 1996 verkauft.
1836 kommt der Schriftsteller und Sagensammler Joh. Heinr. Christian Heusinger( geb. 1792 in Eisenach, gest. 1884 in Braunschweig) nach Sallmannshausen und lässt sich auf dem gepachteten Bauernhof des Plüschwebers und Fabrikanten Johannes Rabich nieder (heutiges Grundstück Unterstraße 30). 1841 erscheinen in Eisenach die "Sagen aus dem Werrathale", Neuauflagen 1923 und 2002. 1846 verlässt Heusinger Sallmannshausen wieder.
1845-1851 Verkehrserschließung der Region durch Straßen- und Eisenbahnbau. Zuerst entsteht eine durchgehende Straße von Hörschel über Neuenhof, Lauchröden, Neustädt nach Gerstungen mit einer (Holz-)Brücke über die Werra (1846). Vorher musste die Furt unterhalb der Mühle oder ein Boot zur Überfahrt benutzt werden (daher Gasthaus "Zum Schiff").
1849 Die Thüringische Eisenbahn von Halle über Erfurt nach Gerstungen wird fertiggestellt. Dabei wird ein großer Teil des Bielstein weggesprengt, das Gestein wird als Pflastermaterial verwendet (z. B. auf dem Dorfplatz von Neustädt). 1851 wird schließlich die Verbindungsstraße Neustädt - Wommen fertiggestellt.
1879 Übergang der Gerichtsbarkeit an das Amt Gerstungen.
1883 Verkauf des bisher von einem Meier verwalteten Rittergutes durch den Besitzer Georg von Rotenhan (Neuenhof) an Sallmannshäuser Bauern.
1889 Anschluss der Kirchgemeinde Sallmannshausen als Filial von Neustädt (nach langwierigen Verhandlungen).
um 1890 Übernahme der Werramühle durch die Familie Voigt, Bau eines Steinwehrs, 1913 Installation einer Wasserturbine, 1919-1943 Gleichstromerzeugung.
1920-1924 Seperation des Landbesitzes
1924 Umbau des Dorfzentrums und Verrohrung des aus dem Tal kommenden Schlammbachs unter Bürgermeister Georg Christian Langheld.
1925 Errichtung eines Denkmals für die Opfer des 1. Weltkrieges (9 Gefallenen), später wurden die Namen der 12 im 2. Weltkrieg Gefallenen hinzugefügt.
1935 Bau der Autobahn (heutige A4), 1939 unterbrochen, 1990 fertiggestellt.
1. April 1945 Ostersonntag 1. April, Einmarsch der US-Armee auf der Autobahn, Sprengung der Werrabrücke und Beschuss durch eine Handvoll deutscher Soldaten. Daraufhin Beschuss des Dorfes durch die US-Armee, viele Gehöfte gehen in Flammen auf. Die Bewohner hatten sich rechtzeitig in Erdlöchern im Wald in Sicherheit gebracht, so dass keine Opfer zu beklagen waren.
1945 Anfang Juli verlassen die Amerikaner die Region und die Rote Armee besetzt Thüringen, eine Kommandantur wird zuerst in Neustädt, dann in Sallmannshausen (Gasthaus "Zum Schiff") eingerichtet.
1948 Marshallplan und Währungsreform sowie 1949 die Gründung der Bundesrepublik und der DDR führen zur Spaltung Deutschlands.
1952 Die Demarkationslinie der Besatzungsmächte wird als Staatsgrenze West der DDR gesichert und befestigt, Bildung von Schutzzonen, Sallmannshausen gehört zur 500-Meter-Zone. Eine Einheit bewaffneter Grenzpolizisten kommt nach Sallmannshausen, die Zufahrt ins Dorf ist nur noch über die Werrabrücke möglich.
1954 Bau einer Werrabrücke aus Beton.
1958 Bildung einer LPG Typ III, Anbindung an Lauchröden; 1959/60 produziert Sallmannshausen komplett genossenschaftlich.
1961/62 Bau der Trasse Förtha-Gerstungen, Stilllegung der Eisenbahn im Werratal.
1972 Nach der Pensionierung des Neustädter Pfarrers Dr. A. Schultze bleibt die Pfarrstelle unbesetzt und wird von Aushilfen und Vakanzverwaltern wahrgenommen, bis 1991 Frau Pastorin Freiberg das Amt antritt. Später wird die Pfarrstelle gänzlich aufgelöst, die Betreuung erfolgt seitdem über das Pfarramt Gerstungen.
November 1989 Grenzöffnung und politische Wende
1991 Nach Beitritt der DDR zur BR Deutschland wird das Land Thüringen gebildet, dem auch Sallmannshausen angehört.
1993 Beitritt Sallmannshausens (wie auch Neustädt) als Ortsteil von Gerstungen
2013 - September Im kleinsten Ortsteil findet bereits zum 3. Mal das Sallmannshäuser Rennsteigfest statt.
2014 - 19. Juli 19.07. 2014 Auch in Sallmannshausen werden nun die Wahlen der Ortsteilräte durchgeführt.
Gewählt in Sallmannshausen sind Jörg Möller, Rene Deichmüller, Walter Velte und Viola Börner.
2014 - 24. August Der Ortsteilrat und die Wanderfreunde "Thüringer Rennsteig" laden am Sonntag des 24. Augustes trotz bescheidenen Wetters nunmehr zum 4. Sallmannshäuser Rennsteigfest ein.
2014 - 04. September 04.09.2014 Zum Weiterbau der A44 (Eisenach-Kassel) erfolgt in Sallmannshausen ein symbolischer Spatenstich.